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  Wedges
Geschrieben von: HansDampf - 03.04.2015, 21:24 - Forum: Ausrüstung - Antworten (65)

Wie angekündigt, schreibe ich nun noch ein wenig mehr zu den Wedges, im englisch sprachigen Raum auch "scoring clubs" genannt.
Neben dem Bounce gibt es noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten die Wedges anzupassen, um noch näher an die Fahne zu kommen: Sohlenschliff (grind), Schaft, Schaftgewicht, Schwunggewicht und Aufbau des Griffes. Ähnlich wie bei der Wahl des Bounces kommt es auch bei diesen Parametern auf den Haupteinsatzzweck des Wedges an.

Klassischerweise wird in einem Standardwedge ein True Temper Dynamic Gold S200 / S300 Schaft verbaut und das Schwunggewicht wird mit flacher werdenden Lofts immer kopflastiger, beginnend schon beim GW (um die 50°). Dieses Setup liegt an folgenden Gründen:
(A) Jahrelang war der Dynamic Gold Schaft der Standardschaft für Eisensätze schlechthin, auch heute werden die Eisen für bessere Spieler von Haus aus noch immer überwiegend mit diesem Schaft ausgestattet.
(B) Ein PW hatte um die 48° Loft und somit wurde selten ein GW gespielt und wenn, dann nicht unbedingt mit vollen Schwüngen.
Dazu sollte man erwähnen, dass folgende Faustregel gilt: Je häufiger man den Schläger mit Teilschwüngen nutzt, um so schwerer wählt man Schaft und Schwunggewicht, damit man auch bei kurzen Rückschüngen den Schläger spürt. Außerdem ist das SW kopflastiger, weil im Sand mehr Masse im Schlägerkopf vorteilhaft ist.

Doch wie schaut es bei modernen Eisensätzen aus? Die Schäfte sind inzwischen deutlich leichter als ein DG geworden und mind. ein GW zwischen PW und SW für volle Schwünge ist ob der immer stärker werdenden Lofts unumgänglich geworden.
Insbesondere bei einem GW, das mit hauptsächlich mit vollem Schwung gespielt wird, macht es sehr viel Sinn, den gleichen Schaft und das gleiche Schwunggewicht wie beim letzten Eisen / Wedge des Eisensatzes zu nehmen. Leider wird dies bei den meisten Wedges von der Stange noch nicht berücksichtigt, bzw. ist nur aufpreispflichtig möglich.

Kommen wir zu den oben genannten individuellen Anpassungsmöglichkeiten.

  • Schwunggewicht: Im Absatz oben drüber ist es schon angesprochen worden. Je häufiger man Teilschwünge mit dem Wedge macht, um so kopflastiger sollte der Schläger im Verhältnis zum Eisensatz werden. Dies wird hauptsächlich beim SW und LW der Fall sein. Wie kopflastig der Schläger im Endeffekt wird und ob man SW und LW nochmals unterschiedlich baut oder eben nicht, ist individuell festzulegen. Man kann z.B. des LW auch mit dem Schwunggewicht des GW oder PW bauen, falls man mit dem LW hauptsächlich volle Schwünge macht, weil einem Teilschwünge zu trainingsintensiv sind.
  • Schaftgewicht: An Anlehnung an den Haupteinsatzzweck aus dem Abschnitt Schwunggewicht wählt man das Schaftgewicht. Ein schwerer Schaft erhöht das Gesamtgewicht, was einem wiederum bei Teilschwüngen zugutekommt. Zusätzlich erhöht ein schwererer Schaft das Schwunggewicht. Für ein GW, das als weiteres Eisen genutzt wird, um die Distanzlücke zw. PW und SW zu schließen, macht also ein deutlich schwererer Schaft als in den Eisen wenig Sinn.
  • Schaft: Seit ein paar Jahren bieten einige Schafthersteller spezielle Wedgeschäfte an. Diese habe i.d.R. andere Biegeprofile als klassische Eisenschäfte und erhöhen z.B. den Spin. Nippon Steel bietet seinen Wedgeschaft sogar extra in drei Gewichtsklassen an, je nachdem, ob man einen sehr leichten, einen leichten oder einen schweren Schaft in seinen Eisen spielt.  KBS geht einen anderen Weg. Der Härtegrad des Schafts wird durch das Gewicht gesteigert. Man nimmt dann also eine Gewichtsklasse höher und führt ein soft stepping durch, um den Schaft nicht zu hart werden zu lassen, insbesondere wenn man nur Teilschwünge ausführt und den Schaft nicht "voll auflädt". Diese Methode kann man ebenso für FST Schäfte, die Mutterfirma von KBS, und True Temper Schäfte anwenden. Die Möglichkeiten bei der Schaftwahl sind also ziemlich vielfältig, so dass man sich am besten gut beraten lässt, um das Beste aus den "scoring clubs" herauszuholen.
  • Sohlenschliff (Grind): Neben dem Standardsohlenschliff gibt es bei vielen Wedgemodellen auch spezielle Grinds, die einen bestimmten Effekt erzielen sollen. Der sog. Heel Grind lässt den Schlägerkopf aufdrehen, ohne dass die Vorderkante nach oben vom Boden hochkommt, was oftmals zu fiesen dünnen Treffern führt. Ein Grind an der Vorderkannte ermöglicht es Einem leichter einen Punch oder "knock down" Schlag, bei dem man sehr Steil an den Ball kommt, zu spielen. Es gibt noch viele weitere Varianten, die teilweise auch Kombinationen verschiedener Grinds darstellen. Ob man wirklich so einen sehr speziellen Grind benötigt, sollte man mit seinem Pro besprechen, während man besondere "Finesse" Schläge trainiert.
  • Aufbau des Griffs: Neben den normalen Möglichkeiten wie Standardgröße, Midsize oder Jumbo, kann man die Griffdicke ebenso individuell aufbauen. Und zwar nicht nur den gesamten Griff, sondern auch nur einen Teil des Griffs, vornehmlich unter der unteren Hand. Vergrößert man an diesen Teil des Griffs, verändert man den Griffdruck der Hand und auch ein wenig die Handhaltung. Bei Teilschwüngen (manche sagen bei allen Schwüngen) soll dies zu einer ruhigeren unteren Hand führen, was wiederum zu geraderen und konstanteren Annäherungen bei Chips und Pitches führt. Inzwischen haben dieses Verfahren mit Tom Wishon und Golf Pride zwei Griffhersteller in ihr Programm aufgenommen und bieten Griffmodelle mit größeren Außendurchmesser im unteren Teil an. Bei Tom Wishon gilt dies für alle Griffmodelle, Golf Pride bietet bisher nur ein derartiges Modell an.

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  Regelball
Geschrieben von: Thoke - 03.04.2015, 20:55 - Forum: Golf Regelkunde - Antworten (2)

Vorweg, in Regelkunde komme ich ehrlich gesagt auf eine "3" Blush .

Würde aber gerne mal eine Frage los werden.

Hat jemand von euch schon mal einen Regelball nach 3-3 gespielt ?

Ich noch nie. Deswegen würde mich ein kurzer "praktischer Bericht" wirklich interessieren.

Bin gespannt. Keine Antwort würde ich logischerweise als "Nein" werten.

Gruss Thoke

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  Profizirkus und seine Nebengeräusche
Geschrieben von: HansDampf - 03.04.2015, 12:49 - Forum: Clubhaus - Antworten (10)

Ganz lassen sich der reine Sport und der Boulevard wohl nicht trennen. Es heißt ja auch nicht umsonst Profizirkurs. Trotzdem sollten wir versuchen, die eigentlichen Fäden auf das sportliche zu beschränken (was bisher super geklappt hat) und wenn tatsächlich Bedarf an einer yellow press Diskussion besteht, kann man sich hier austoben.


(03.04.2015, 09:04)BuWA18 schrieb: ...


Eigentlich habe ich es ja nicht so mit Nachrichten aus dem Boulevard, aber bei ihm frage ich mich schon seit Monaten, was ist nur aus ihm geworden, sei es sein Golfspiel, sei es sein Äußeres und vor allem wo ist seine spezielle Ausstrahlung nur geblieben.

Hier wohl die Antwort.

http://www.golf.de/publish/panorama/panorama-news/60106295/jason-und-amanda-dufner-trennen-sich

Und ehrlich gesagt, hatte ich mir schon von Anfang an gedacht, das geht nicht lange gut.

Hoffentlich kommt der alte Jason Dufner schnell wieder, so wie er vor der Ehe war, denn dass war zwar sehr speziell, aber fand ich trotzdem irgendwie gut.


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  Kinderschläger
Geschrieben von: britania - 01.04.2015, 19:12 - Forum: Ausrüstung - Keine Antworten

Diesen kleinen Bericht bin ich noch schuldig und möchte mich hiermit auch noch bei HansDampf bedanken.

Meine Tochter ist gerade 9 geworden und spielt seit circa 3-4 Jahren Golf. Begonnen hatte sie mit normalen US Kids Schlägern. Von diesen Sets hatte Sie so zwei verschiedene. Da sie extrem geschossen ist und über 1.50m ist standen wir vor dem Problem das die Eisen von US Kids recht gut waren aber Hybriden und Driver eher selbst dem Schrotthändler zu wenig Gewicht haben. Ich kaufte dann ein recht teures Set von Nike was Ihren statischen Massen entgegenkam. Da Mausi mittlerweile auf 19 spielt war ich total verwundert warum sie Spieltechnisch extrem einbrach. Als ich die Schläger mal ganz genau nach kontrolliert habe musste ich feststellen das die kleinen Dinger die als Kinderschläger angeboten werden allesamt schwerer waren wie ein Damenset. Somit entweder Bodybuilding für eine 9 Jährige oder irgendwas bauen lassen.

Ich wandte mich vor einiger Zeit an HansDampf und schilderte ihm das Problem. Nach einigem hin und her kam ein Tom Wishon Set heraus was aus den Eisen der Future Pro Serie angefertigt wurde. Aus der selben Serie wurde auch aus Gewichtsgründen das Holz 5 genommen. Da die Hybriden und Driver aus Kindersets alle unbrauchbar sind kam Peter auf die Idee aus der 730er Serie von Tom Wishon den Hybrid- und Driverkopf zu nehmen da diese gewichtstechnisch stimmig waren.

Desweiteren weil gerade Kinder natürlich geringere Schwunggeschwindigkeiten haben ist es wichtig bei kurzen Schlägern gute Loftabstufungen zu haben. Das Endergebnis war:

Driver:
Tom Wishon 730CL

Holz:
Tom Wishon Holz 5 Future Pro

Hybrid:
Tom Wishon 730CL

Eisen:
Tom Wishon Future Pro 7, 9, AW und SW

Putter:
Tom Wishon Future Pro

Schäfte:
Gerichtet aus der Future Pro Graphitserie

Es ist einfach unglaublich wie das Kind mit diesen Schlägern jetzt spielt. Am Anfang war ich sehr skeptisch ob das Holz 5 überhaupt benötigt wird. Heute muss ich sagen dass genau dieses Holz ihr absoluter Lieblingsschläger geworden ist.

Warum ich das geschrieben habe? Das was als Kindersets im Laden verkauft wird ist eine absolute Frechheit. Danke Peter für Deine Hilfe! Richtig geile Schläger und nicht ganz unwichtig für die Foristen. Nicht teuer!!!!

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  Nutzungsdauer von Bällen
Geschrieben von: exbritania - 01.04.2015, 14:33 - Forum: Ausrüstung - Antworten (17)

Nachdem es da ja kontroverse Ansichten gibt, wieviele Runden 18 Loch, nutzt ihr den gleichen Ball?
Bei mir wird auf Privatrunden die Murmel benutzt bis weder Schrift noch Dimples zu erkennen sindWink!
Turniere: Nur neue Bälle vom Hersteller meines VertrauensSmile!
Grüße,
Wolfgang

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  Bag oder Trolley mit ins Hindernis nehmen erlaubt?
Geschrieben von: Bäda - 31.03.2015, 12:37 - Forum: Golf Regelkunde - Antworten (4)

Regeltest ...

Darf ich mein Bag/Trolley mit in ein Wasserhindernis und/oder Bunker nehmen?
 

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  Zählweise beim Chapmanvierer
Geschrieben von: Bäda - 31.03.2015, 12:34 - Forum: Golf Regelkunde - Antworten (1)

aus gegebenen Anlass einfach mal ein paar Regelfragen rund um den Chapman-Vierer

„Der Partner A schlägt vom Abschlag seinen Ball in ein Wasserhindernis. Diesen Ball müsste dann Partner B spielen.
Nun die Frage: Mit oder ohne Strafschlag? Oder kann Partner A gleich den Ball von Partner B weiterspielen?“


Beim Chapmanvierer schlagen beide Spieler einer Partei vom Abschlag ab, machen dann jeweils den zweiten Schlag “über Kreuz“ mit dem Ball des Partners, und erst danach wird der Ball ausgewählt und das Loch mit diesem Ball wie beim regulären Vierer zu Ende gespielt.
Es gilt die Regel 29 (Vierer), wonach Strafschläge die Spielfolge nicht berühren.
Da dieses Spiel durch keine Golfregel beschrieben wird, ist gerade hier eine genaue Ausschreibung durch die Spielleitung erforderlich.
In diesem Fall spielt der Partner A den Ball von Partner B mit dem zweiten Schlag weiter.
Partner B hat Recht, das Spiel mit dem Ball des Partners A im Wasserhindernis fortzusetzen und würde dann, wenn Erleichterung mit einem Strafschlag nach Regel 26-1 in Anspruch genommen wird, den Ball des Partners A mit dem zweiten Schlag weiterspielen, der aber dann auf drei liegt.


Alles klar?

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  leichter (bezahlbarer) Zieh-Trolley
Geschrieben von: fwstolpe - 31.03.2015, 10:50 - Forum: Ausrüstung - Antworten (20)

Hallo,

ich suche einen qualitativ guten und leichten Zieh-Trolley.

Muss mit dem Trolley und Bag immer die Kellertreppe hoch und runter. Da ich keine Lust habe Bag und Wagen immer wieder zu trennen, suche ich nach einem leichten Zieh-Trolley.
Nach meiner Recherche gibt es nur den sündhaft teuren Jucad (ab 1100,- Euro) oder Billigteile um 50-70,- Euro die schon am ersten Tag klappern.

Kann jemand was empfehlen?

LG
fwstolpe

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  Spanien / Costa Brava
Geschrieben von: Streuner - 30.03.2015, 12:22 - Forum: Golfurlaub - Keine Antworten

Golfen an der Costa Brava direkt nach der französischen Grenze. Von Bern kaum mehr als 800km, kann man also auch sehr gut mit dem Auto machen.
Für Leute mit Wohnsitz ganz im Süden von Deutschland oder in der Schweiz / Luxemburg usw. also eigentlich recht leicht zu erreichen.

Ich kenne die Plätze von Pals inkl. Emporda Golf, und Peralada in Figueres. Dazwischen gibt es noch 2x 3 Loch Anlagen, die ebenfalls schön sind.
Pals ist ein Platz der schon recht lange existiert, entsprechend ist die Vegetation sehr natürlich und die Bäume teilweise gross. Zum Teil sehr enge Fairways erfordern taktisches Spiel.
Emporda Golf Club hat 3x 9 Loch die man beliebig kombinieren kann. Dafür ist es dort immer ein bisschen voller als an anderen Orten. Die Links 9 ist sehr anspruchsvoll.
Peralada hat mir am Besten gefallen, man kann auch hier direkt am Golfplatz wohnen (siehe Fotos) und der Platz ist nicht extrem schwer, aber auch keine Autobahn. Am Wochenende kommen viele Gäste und das Hotel ist fast immer voll. Unter der Woche ist es sehr ruhig. Das Restaurant im Clubhaus / Hotel ist sehr gut. Neben den 18 Loch gibt es auch noch 9 Loch Pitch and Put für 10Euro pro Tag.

allgemein bekommt man viel für sein Geld in der Gegend. für 90 Euro zum Beispiel 9 Loch mit Golf Pro Begleitung.



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  Schlägersatz / Beginnerset für Golfeinsteiger ?
Geschrieben von: HansDampf - 29.03.2015, 21:23 - Forum: Anfänger - Antworten (16)

Die Frage nach den ersten eigenen Schlägern betrifft ja jeden Beginner. Der Klassiker ist die Frage nach einem bestimmten Beginnerset: Ist das gut? Kann ich was damit anfangen? Braucht man gleich ein Komplettset?

Pauschal kann man diese Fragen nicht beantworten. Jeder von uns nicht mehr Anfängern hat seinen eigenen Werdegang hinter sich gebracht und entsprechend gewichtet wird die Antwort ausfallen:

- Nimm einen gebrauchten Eisensatz eines Markenherstellers, das reicht
- Nimm das billige Komplettset, da ist nicht viel kaputt, wenn du es schnell wieder los wirst (und das wirst du) und da ist gleich alles dabei
- Kauf dir gleich einen neuen Markensatz
- Geh zum Schlägerbauer und lass dir einen Halbsatz anfertigen, den du nach und nach ergänzen und erweitern kannst

Alle Tipps haben etwas für und etwas gegen sich. Ein Patentrezept gibt es nicht, denn jeder hat unterschiedliche Voraussetzungen hinsichtlich Zeit, Geld, Anspruch und Motivation diesen für ihn neuen Sport auszuüben.

Die einzigen beiden Pauschalaussagen, die wirklich immer passen und die jeder beherzigen sollte, sind:
1. Mach ein statisches Fitting
2. Teste die Schläger vor dem Kauf, am besten auf dem Platz

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