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Pflege der Golfschläger
#1
Ein Beitrag von @Eponer, den ich gerne hier einstelle, da er ein wichtiges und (zu) oft unbeachtetes Problem anspricht.

So mal wieder etwas zur Pflege der Golf Schläger.
Im Winter wird ja oft überlegt was sollte/kann ich mit dem Material machen.

Wir wäre es denn mal mit neuen Griffen? Ich stelle immer wieder fest, wenn Golfer mit Ihrem Schläger zu mir kommen, sind die Griffe zu fast 90% in einen schlechten Zustand oder, was auch sehr oft der Fall ist, es stimmt die Größe nicht.
Da das GolfHaus mal wieder relativ preiswert den Griffwechsel anbietet, möchte ich den interessierten Golfern ein paar Tipps geben wie man vorgehen sollte, damit das nicht schief gehen kann.

Der Griff nimmt, wenn er geändert wird, mitunter einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Schwunggewicht des Schlägers.
Eine Veränderung kann sich mitunter auf SKG sowie das Gefühl im Schwung auswirken.

Hier ein kleiner Leitfaden wie man Veränderungen des Schwunggewichts möglichst verhindern kann.
1. Bei Wechsel den gleichen Griff verwenden.
2. Wenn man den Griff, wegen besseren Gefühls oder Größe usw., ändern möchte, sollte man das Gewicht des alten und des neuen Griffs kennen. Wenn diese gleich sind, ist alles ok. Maximale Abweichungen 2-3 gr. Gewichtsunterschied, denn Griffe haben eine Toleranz im Gewicht durch die Herstellung.
3. Möchte man den Wechsel machen lassen und den Griff im Geschäft aussuchen, wäre es gut, wenn folgende Möglichkeiten vorhanden wären:
- Digitalwaage zum Wiegen der Griffe
- Schwunggewichtswaage zum Ermitteln des vorhandenen Schwunggewichts und/oder anpassen.

Wenn man nun einen anderen Griff benötigt, Midsize oder gar Jumbo, wird es schon schwieriger, da geht ohne eine Schwunggewichtswaage nichts.
Grundsätzlich muss man beachten, dass eine Änderung des Griffgewichtes von 4 gr. eine Schwunggewichtsänderung nach sich zieht.
In der Regel hat ein Wechsel von Standard auf Midsize im Griffgewicht einen Unterschied von ca. 8-17 gr. und mehr. Wenn das Schwunggewicht bei dieser Griffgewichtsänderung nicht angepasst wird, kann es zu deutlichen Veränderungen des Schlägers kommen.
Leider wird es dann schwierig, denn die wenigsten Shops oder auch Pros können diese Veränderung durch Einstellung des Schwunggewichts, da in der Regel keine Schwunggewichtswaage vorhanden ist, vornehmen.
Man muss sich zwingend informieren wie gearbeitet wird, und bei Aussagen wie „Das macht doch nicht viel aus“ oder wie auch immer, selbst entscheiden was man macht.
Ich würde in Kenntnis der Sachlage den Griffwechsel da dann nicht machen lassen.
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Eponer, exbritania, The Shepherd
#2
Hallo Hans Dampf,
wie könnte man das Schwunggewicht denn ändern, wenn man sich nicht unbedingt die Köpfe mit hässlichem Blei zukleben möchte?
Gruß
Michael
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#3
Hallo Michael,
Das ist grundsätzlich kein Problem es wird durch einbringen von Wolframpulver in den Schaft gemacht.
Das ganze wird dann mit einem Korken verdämmt, dazu braucht man aber eine Schwungewichtswaage.
Es reicht also nicht unbedingt nur die Differenz der Griffe zu rechnen, man sollte also immer das SW ermitteln.
Lg
Eponer
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HansDampf
#4
auch nicht besonders schön wären Magneten - besser wäre Bleipulver bzw. Bleistifte die in den Schaft unten reinkommen - eine Heidenarbeit und nur was für gute Fitter.
Was ist aber wenn Gewicht weg muss - Hosel bohren?
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#5
Sorry grundsätzlich ist Blei als Pulver eigentlich nicht gut weil hoch giftig.
Ferner wir reden hier von fertigen Schlägern wo nur der Griff getauscht wird.
Für das einbringen von Bleigewichten in den Schaft muss der Schläger zerlegt werden.
Als Schlägerbauer würde ich zum SW einstellen immer Pulver (Wolfgrampulver) verwenden.
Feste Gewichte im Schaft können sich auch lösen und dann klappert es.
Wenn man es mit Wolframpulver macht kann man es durch ausbohren auch wieder ändern.
Lg
Eponer
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HansDampf, Szymmi
#6
Beim Einbringen von Gewicht in den Schaft sollte man auch bedenken, dass sich dabei aber auch der Flex des Schaftes ändern kann. Dann hat man ggf. das Schwunggewicht optimiert aber die Frequenzabstimmung versaut, bzw. bei gleichmäßiger Einbringung von Mehrgewicht den Satz ein wenig weicher gemacht. Wenn im Kopf Gewicht entfernt werden muss, kann man alternativ auch den Griff schwerer machen. Das ist zwar bei Puttern eher üblich, funktioniert aber auch bei Hölzern und Eisen.
Ach ja, neben einer normalen produktionsbedingten Streuung der Gewichte bei den Griffen, gibt es auch überraschende Unterschiede in der Sollspezifikation je Griff. So ist z.B. der Golf Pride Tour Wrap in Midsize in Weiß 7 Gramm schwerer als sein Pendant in Midsize und schwarzer Farbe.
LG
Hans
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HansDampf
#7
Hallo Hans, ich weiß Du kennst Dich ja mittlerweile auch recht gut aus, natürlich hast Du Recht mit Deinen Ausführungen.
Ich wollte da nicht so ins Detail gehen wegen der dann evtl. totalen Verunsicherung.
Man sollte eigentlich schreiben ohne Schwunggewichtswaage sollte man nichts machen lassen.
LG
Eponer
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HansDampf
#8
Ich würde diese Aussage auf den Eingangspost von HD reduzieren. Wenn man den Griff nicht eins zu eins ersetzt, sollte man ohne Schwunggewichtswaage nichts machen.

P.S.: Natürlich bringt auch eine Extralage Tape wieder Gewicht mit ins Spiel Wink
LG
Hans
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#9
Ich bin ja grundsätzlich gegen mehr Lagen von Tape, weil es da auch Griffe gibt die diese Lage ersetzen.
Hier muss man lediglich auf das Innentasche beim Griff achten Standard ist 0,60 inch wenn man eine Lage mehr Tabe haben will braucht man nur auf den Innendurchmesser 0,58 inch beim Griff zu achten.
Das ist praktisch auch die Zwischengrösse zu Midsize.
Lg
Eponer
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HansDampf


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