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Leichtbau beim Driver
#1
@Eponer baut seine Driver auf Wunsch schon länger als Leichtbauvariante und so habe ich in diesem Frühjahr ein Selbstexperiment gewagt. Herausgekommen ist ein ca. 275g leichter Driver (üblich sind 315g - 320g bei der Stangenware). Dafür bedarf es natürlich besonderer Komponenten. Als Griff kommt ein sehr leichter Winn Dri-Tac Lite zum Einsatz. Der Schaft spielt ja immer eine wesentliche Rolle, doch bei den leichten Schäften (50g Klasse) kommt es extrem auf die Qualität an, damit der leichte Schaft trotzdem stabil ist und auch noch das gewünschte Gefühl vermittelt. Hierfür habe ich einen Quadra Schaft gewählt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Mit dem richtigen Schaft ist so ein leichter Driver eine wahre Freude. Meinen alten Driver, der mehrere Jahre im Bag war nehme ich nicht mehr her - mit dem muss ich zu viel arbeiten, um das Mehrgewicht bewegt zu bekommen.
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#2
Ja Ja sogar Titleist ist auf den Geschmack gekommen und biete jetzt Driver mit einem Gewicht von ca. 270 gr. am, mal wieder 2-3 Jahre geschlafen.

LG
Eponer
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#3
2-3 Jahre? Cleveland hat schon 2010 seinen XL270 vorgestellt, zur Markteinführung mit den Original Miyazaki-Schäften. Damals ein echter Geheimtipp.
LG
Hans
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#4
Die größte Gewichtseinsparung wird doch durch den leichten Griff erwirkt.
Ich wage zu bezweifeln dass an dieser Stelle 20-30 Gramm mehr oder weniger einen großen Unterschied machen.
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#5
Die Gewichtseinsparung beim Griff ist schon am größten, aber auch beim Schaft und Kopf können jeweils knapp 20 Gramm eingespart werden und würden bei "normalen" Griff den Kopf zu leicht werden lassen. Eine Steigerung der Schwunggeschwindigkeit kann so bei vielen, wenn auch nicht bei allen Spielern erreicht werden. Für mich sind die leichten Driver leider nichts, ich habe auch mehr den Traktorenschwung, nicht schnell, aber es ist egal, wie viele Anhänger dran sind ;-)
LG
Hans
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#6
Zum besseren Verständnis.
Einen Driver leichter zubauen durch den Griff ist erforderlich, weil die Hersteller einfach den Blödsinn nicht lassen können bis zu 46 inch lange Schläger auszuliefern.
Wenn man den Schaft jetzt auf eine vernünftig spielbare Länge kürzt müsste man sehr viel Gewicht (Wolfram Pulver) zur Einstellung des Schwunggewicht bei einem normalen Griff verwenden.
Dies führt zu einer eklatanten Veränderung des Schaftes im Tip Bereich, er wird deutlich steifer.
Diese Veränderung wirkt sich stark aus wenn man es durch deutlich mehr SKG nicht ausgleichen kann, ferner wird der Driver ja noch schwerer wie davor.
Die Kürzung des Schaftes um 1-2 inch hat keinen Einfluss auf das Gesamtgewicht.

LG
Eponer

hoffentlich kein OT
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#7
Ich habe auch noch was zu den leichten Drivern beizutragen.
Ich habe die vergangenen Jahre mit einem Callaway Epic Sub Zero gespielt, der einen relativ leichten 44" Schaft und einen Lightweight Griff montiert hatte.
War vom Helmut verbaut, der auch meine Eisen vor knapp 5 Jahren gebaut hat (die spiele ich immer noch und wenn nichts dramatisches dazwischen kommt, in 10 Jahren auch noch).
Ein Holz 5 mit dem gleichen leichten Schaft habe ich ebenfalls (wobei ich den Schaft selber aus einem Mizuno Kopf gezogen habe und einen Callaway Adapter verklebt habe).
Beide Schläger haben mich immer während dem Spiel verunsichert.
Drei gute Schläge und auf einmal eine kräftige Banane, wahlweise links oder rechts.
Ich hatte mir einfach Versuchsweise 3 Callawayadapter bei E-Bay aus China bestellt (ca. 15€ für alle) und hatte noch einen alten 44" Graffalloy Prolaunch Red in Stiff im Keller stehen, bestimmt 10 Jahre alt.
Der war damals als ziemliches Brett und Low Launch bekannt.
Da habe ich mir den Adapter reingeklebt und bin ein paar Runden mit dem Ding gegangen.
Jetzt ist es so dass ich natürlich keinen Roboterschwung habe der beliebig oft exakt gleich wiederholt werden kann, aber ich spiele je nach Tagesform alles zwischen 75 und 95 auf Par 72.
Ich bin auch kein Longhitter. Gute Treffer gehen bei mir carry ziemlich genau 200m (Bunkereinschlag GPS gemessen).
Mit dem neuen Schaft fühlt sich der gesamte Driver deutlich schwerer an.
Die Flughöhe ist eher etwas höher als vorher, aber der Startwinkel scheint deutlich flacher zu sein.
Er hat seinen Peak nun vielleicht 20m weiter hinten (geschätzt).
Die Bananen sind komplett weg, es kommt fast immer ein 5m Fade dabei raus.
Besonders Gut finde ich aber, dass ich absolut Vollgas geben kann ohne Angst zu haben dass ich während des Schwunges unbewusst und nicht beeinflussbar irgend was mit den Händen manipuliere.
Das war nämlich mit dem leichten Schaft der Fall.
Ohne es bewusst zu merken habe ich, wenn ich 10m mehr brauchte, mit den Händen manipuliert weil ich wahrscheinlich während des Schwunges dachte ich komme nicht richtig an den Ball.
Ich versuche das gleiche noch mit dem Holz 5. Einen 80 Gramm Midkick Schaft.
Mal sehen was passiert.
Ich glaube, nicht jeder profitiert von einem leichten Driver. Bei manchen ist es Kontraproduktiv.
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#8
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht.
Meine Erfahrung ist auch etwas gemischt. Es hat etwas gedauert, bis ich mich umgewöhnt hatte. Ich muss den Take-Away bewusst ruhig machen. Durch das sehr leichte Gewicht neige ich dazu, den Schläger schnell wegzunehmen - er bietet ja auch kaum Widerstand.
In meinem Holz 4 spiele ich ebenfalls einen leichten Schaft aus der 50g Klasse und das Gerät ist zu meinem Brot und Butter Schläger geworden; egal ob vom Tee oder vom Fairway.
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#9
Das Problem offenbart sich, wenn man den Schwung im Beschleunigungsprofil anschaut, denn da zeigt sich der Unterschied.
Ein schwerer Schläger neigt immer zum mehr Kraft beim Ausholen, weil schwer, dies wiederum führt zu einen Abschwungs Problem das man den Schläger im letzten Drittel des Abschwungs vor dem Ball nicht mehr beschleunig, Erdanziehung und auch keine Power mehr um noch schneller zu werden.
Eingeweide wissen was ich meine der Bereich der Graphik im Beschleunigungsprofil, da liegt das Problem.
Ich gebe zu das umsetzten oben ist mit einem leichteren Driver etwas gewöhnungsbedürftig, aber er biete die Möglichkeit durch eine kleine Verzögerung oben endlich die Power richtig aufzubauen.
Üben kann man das hervorragend mit den Speed Sticks max. das 255gr. Gewicht.
Das Beschleunigungsprofil wird auf einmal eine Linie ohne Verlust vor dem Ball.
Aber klar nicht alles passt für alle.
Ferner wenn man, was oft der Fall ist, von aussen kommt ist die Verzögerung oben ideal für den Schwung von innen zu bekommen.
LG
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#10
Für mich ist es eindeutig besser einen schwereren Schaft zu spielen.
Bin mir nicht sicher woran es genau liegt.
Ob es dass reine Gewicht ist, oder der nur minimale Torque oder die Härte des Schaftes.
Auf jeden Fall sind meine Drives seitdem ich den Laternenpfahl installiert habe, eine Bank.
Nicht länger als vorher, maximal genau so lang. Vielleicht sogar einen Ticken kürzer.
Aber so gut wie alle gehen gerade aus und fliegen deutlich höher.
Das ist auch so ein Ding was ich nicht verstehe.
Ich dachte immer dass härtere schwerere Schäfte einen niedrigeren Ballflug produzieren?!
Momentan warte ich noch auf einen UST Proforce V2 in Stiff für mein Holz 5.
Der ist auch relativ schwer und hat einen Torque von unter 3°.
Ich hoffe dass sich die Ergebnisse des Drivers auf das Holz 5 übertragen lassen.
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